Endlich Rentner

 

Rente

   Endlich ist es jetzt soweit,
   die Rente ist in Sicht.
   Doch ob ich selbst schon bin bereit,
   weiß ich leider nicht.

   Jahrzehnte hab ich dran gedacht
   und mich auch schon gefreut.
   Jetzt, wo’s endlich Wahrheit wird,
   da hätte es noch Zeit.

   Doch wie das Leben nun mal ist,
   ich wurde nicht gefragt,
   ich bin jetzt Rentner so ein Mist,
   aber auch betagt.

   Trotzdem, mach ich das Beste draus
   und tu was mir gefällt.
   Das Einzige was ich noch brauch,
   ist mehr Taschengeld.

   Auch wenn ich über 60 bin,
   sind meine Wünsche groß.
   Doch auch bei Rentnern das ist klar,
   ist ohne Moos nichts los.

   Wie soll Alles weitergehn,
   das frage ich mich täglich.
   Die Regierung tut sich schwer,
   sie versagt hier kläglich.

   Unsre Jugend hat’s nicht leicht,
   sie muss noch mehr sparen.
   Woher beziehn sie ihre Rente,
   mit Fünfundsechzig Jahren?

   Tilda ©





Ich bin Rentner

Früher hab ich oft gedacht,
was man wohl als Rentner macht.
Mir kam gar nicht in den Sinn,
 dass ich dann auch älter bin.

Habe nur die Zeit gesehn,
 muss nicht mehr zur Arbeit gehn.
Fahre Hier und Da mal hin,
wenn ich erst mal Rentner bin.

Morgens schlaf ich richtig aus,
 gehe ganz gemütlich raus.
Trödele so vor mich hin,
wenn ich erst mal Rentner bin.

Lese Bücher, viel und oft,
 hab ich mir, davon erhofft.
Dachte mir, das ist doch drin,
wenn ich erst mal Rentner bin.

Geh mit meinem Hund spazieren,
 in die Stadt mal zum flanieren.
Ja, das macht doch alles Sinn,
 wenn ich erst mal Rentner bin.

Seit vorigem Jahr ist es soweit,
 doch was ich hab’, ist keine Zeit.
Der Tag ist vollgestopft mit Sachen,
 wie sie alle Rentner machen.

Lange schlafen, aufstehen dann,
 so fängt der Tag ganz langsam an.
Basteln , sägen, Schwätzchen machen,
 mit dem Nachbarn auch mal lachen.

Hetzten schnell von Hier nach Da,
 Hallo Opa bist Du da.
Ich lass Hänschen mal bei Dir,
 hab doch den Termin um vier.

Ruft meine Tochter und geschwind,
 ist bei mir mein Enkelkind.
Gleich darauf ruft dann mein Sohn,
 wo bleibst Du denn, ich warte schon.

So geht’s jetzt tagaus, tagein,
 dachte nicht, so wird es sein.
Meine Ruhe ist dahin, auch,
wenn ich endlich Rentner bin.

Tilda©

 



 

 Nachmittag des Lebens

   Am Nachmittag des Lebens,
   bin ich jetzt angekommen.
   Der Vormittag war turbulent
   und ist sehr schnell verronnen.

   Der Mittag voll mit Arbeit,
   Freude, Trauer, Sorgen.
   Den Nachmittag genieße ich
   und denke nicht an morgen.

   Der Nachmittag ist wunderbar,
   auch wenn’s mich manchmal zwickt.
   So könnte es noch weitergehn,
   ich bin davon entzückt.

   Und wenn es mir vergönnt sein sollt,
   den Abend zu erleben.
   Erzähl ich Euch wie dieser ist,
   ein Hoch auf dieses Leben.

   Tilda ©

 




Jahreszeit des Lebens

Der Sommer nun zu Ende geht,
der Herbst schon vor der Türe steht.
Die Natur macht sich bereit,
auszuruhen lange Zeit.

Beim Menschen sieht das anders aus,
er tobt im Herbst sich richtig aus.
Er denkt das er im Winter dann,
manches sicher nicht mehr kann.

In der Jahreszeit des Lebens,
bitten Menschen stets vergebens.
Das die Zeit die gut gefällt,
plötzlich einmal innehält.

Doch die Zeit geht immer weiter,
ob Du traurig oder heiter.
Drum geniess den Augenblick,
denn die Zeit kehrt nie zurück.

   
Tilda ©

 

 

 


 

Vergesslichkeit

   Ich frag mich oft, was gestern war und überlege dann.
   Ich komm nicht drauf und mir wird klar, jetzt fängt das Alter an.
 Es kommt schleichend, fällt kaum auf, doch es geht immer schneller.
   Die Kinder merken es zuerst, denn ihr Geist ist noch heller.

   Wenn ich meine Enkel frage, wie war’s in der Schule.
   Habt ihr den Ausflug schon gemacht, heißt deine Freundin Jule?
Schon geht das Theater los, das hab ich gar nicht gern.
Sie sehn mich an, als denken sie, die kommt vom andern Stern.

   Ach Oma, das hab ich dir doch, gestern schon erzählt.
Sie ahnen gar nicht, wie sehr mich, diese Antwort quält.
Doch wenn’s um ihre Fragen geht, wie war’s vor fünfzig Jahren.
Dann werden ihre Augen groß, was sie von mir erfahren.

   Ich laufe dann zur Hochform auf, ohne viel Federlesen,
   erzähle ich, was damals war, als wär’s erst heut gewesen.
Denn die Erinnerung ist frisch, an meine Kindertage.
   Doch wenn es um das Heute geht, dann wird sie oftmals Plage.

   Tilda©

 


Wunschtraum







 








 





Realität